Umkehr

Wir müssen das System nicht zerstören.
Wir müssen nur verhindern, dass es weiter zerstört.
Nicht durch Gewalt. Nicht durch Revolution.
Sondern durch Regulierung.

Denn die Mittel, um das Gleichgewicht wiederherzustellen, existieren längst.
Was fehlt, ist der politische Wille –
nicht die Möglichkeit.

Wie nimmt man das Geld weg, ohne die Gesellschaft zu zerreißen?

Man lässt die Strukturen bestehen
– und ergänzt sie um das, was bisher fehlt:

Eine globale Vermögenssteuer.
Nicht symbolisch, sondern wirksam.
Progressiv, kontrolliert, nicht umgehbar.
Gezielt auf Besitz – nicht auf Einkommen.
Denn was Macht schafft, ist nicht das Gehalt.
Es ist das Kapital.

Globale Mindeststandards.
Löhne, Rechte, Absicherung.
Wer global produzieren will, zahlt global Mindestlöhne.
Denn gleiche Märkte brauchen gleiche Bedingungen.
Nicht gleiche Logos mit ungleicher Lebenszeit dahinter.

Ein bedingungsloses Grundeinkommen – weltweit.
Nicht als Utopie, sondern als Schutz.
Als Entkopplung von Existenz und Ausbeutung.
Ein Fundament, das verhindert, dass Menschen sich verkaufen müssen,
um überhaupt existieren zu dürfen.

Diese drei Maßnahmen sind kein Umsturz.
Sie sind Reparatur.
Kein Angriff auf Eigentum –
sondern Schutz vor Enteignung durch Armut.

Sie reichen.
Nicht weil sie perfekt sind.
Sondern weil sie den Mechanismus brechen,
der Macht aus Abhängigkeit erzeugt.

Es ist nicht radikal.
Es ist notwendig.
Und längst möglich.

Wenn wir nicht länger fragen,
was erlaubt ist –
sondern was verhindert werden muss.

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