Was dann geschieht
Wenn das Geld nicht mehr bestimmt,
wer lebt und wer leidet,
verändert sich nicht alles –
aber alles beginnt, sich zu verändern.
Die Abhängigkeiten lösen sich langsam.
Nicht durch Umbruch – sondern durch Entspannung.
Menschen arbeiten nicht mehr,
weil sie müssen – sondern weil sie können.
Nicht jede Arbeit verschwindet,
aber viele werden wieder sinnvoll,
weil niemand mehr gezwungen wird, Unsinn zu tun,
nur um zu überleben.
Der Wettbewerb verliert seine Zähne,
weil Kooperation nicht mehr bestraft wird.
Wachstum wird nicht mehr zur Pflicht,
sondern zur Option –
wenn es etwas zu verbessern gibt, nicht nur zu verkaufen.
Bildung wird nicht mehr zum Mittel des Aufstiegs,
sondern zur Grundlage für Gleichwürdigkeit.
Pflege, Betreuung, Hilfe –
all das, was heute ausgebeutet wird,
wird anerkannt, weil es getragen ist,
nicht mehr vom Geld der Reichen,
sondern von der Freiheit der Vielen.
Kein Paradies.
Keine perfekte Welt.
Aber eine Gesellschaft,
in der niemand mehr gezwungen ist,
gegen sich selbst zu leben.
Der Unterschied ist nicht laut.
Er ist nicht spektakulär.
Er ist: spürbar.
Nicht mehr zu überleben ist der Maßstab,
sondern zu leben.
Und das reicht.